Das müssen Sie als Käufer wissen

Wir werden oft gefragt, wie das mit den Nebenkosten beim Immobilienkauf in Spanien aussieht. In der Regel müssen Sie 10 bis 15 Prozent des Budgets einkalkulieren. Und für das Procedere entsprechend Zeit.

Wenn man seine Traum-Immobilie gefunden hat, den Check durchgegangen ist und sie auf Herz und Nieren geprüft hat, möchte man natürlich am liebsten direkt einziehen. Allerdings, Spanien ist das Land der Pferde – und auch der Amtsschimmel ist eine weit verbreitete Rasse. Daher sollte man auch beim Hauskauf Zeit mitbringen und Gründlichkeit walten lassen. Denn ein Haus kauft man schließlich nicht jeden Tag.

Welche Kosten kommen auf den Käufer zu?

Bei einem Hauskauf in Spanien sollte man grundsätzlich mit Nebenkosten in Höhe von zehn bis fünfzehn Prozent des Budgets rechnen. Diese setzen sich beim Kauf einer gebrauchten Immobilie zusammen aus

Der Grunderwerbssteuer (ITP – Impuesto sobre Transmissiones Patrimoniales)

Wer eine gebrauchte Immobilie von einer Privatperson kauft, muss keine Mehrwertsteuer zahlen, sondern die Grunderwerbssteuer. Diese beträgt – je nach Region – zwischen 6 und 10 Prozent des verbrieften Kaufpreises, zahlbar innerhalb von 30 Tagen nach der Beurkundung

Außerdem werden 0,5% bis 1,5% Beurkundungssteuer (AJD – Actos Jurídicos Documentados), je nach Autonomer Region, fällig.

Notargebühren (Tasas de notario):

Jeder Immobilienvertrag muss vor einem Notar unterzeichnet werden. Das Honorar des Notars für die Erstellung des notariellen Kaufvertrags ist durch eine offizielle Gebührentabelle geregelt. Laut spanischen Zivilrechts trägt der Verkäufer die Kosten der Erstellung der Originalurkunde und der Käufer die Kosten der ersten und weiteren beglaubigten Abschriften des Kaufvertrags. Jedoch ist es üblich, dass der Käufer die gesamten Kosten der notariellen Beurkundung trägt. Die Registrierung im Eigentumsregister (vergleichbar mit dem Grundbuch) schlägt noch einmal mit 400 bis 675 Euro zu Buche; auch diese Gebühren sind gesetzlich festgelegt.

 

Finanzierung über die Bank

Sollten Sie einen Teil des Kaufpreises über eine spanische Bank finanzieren, müssen zusätzlich etwa 250 bis 600 Euro für Immobilienbewertung durch einen Gutachter berücksichtigt werden. Für den Darlehensvertrag fallen ebenfalls Notarkosten sowie Kosten für die Eintragung ins Eigentumsregister und Beurkundungssteuern an, obwohl diese oft von den Banken getragen werden.

Vorvertrag ist bindend

Wir begleiten unsere Kunden auf dem gesamten Weg von der Besichtigung bis zum Notartermin. Wenn also die Entscheidung für eine Immobilie gefallen ist, schließen wir mit Ihnen, dem Verkäufer und uns einen Vorvertrag. In diesem werden die Modalitäten für den Kauf festgehalten. Dazu zählen

– der Verkaufspreis

– ggf. Umbauten oder Reparaturen VOR der Übergabe durch den Verkäufer

– die Anzahlung des Käufers an den Verkäufer in Höhe von 10 Prozent des Verkaufspreises

– den Hinweis, dass diese Anzahlung verfällt, sollte der Käufer vom Kauf zurücktreten

– den Hinweis, dass der Verkäufer, sollte er vom Verkauf zurücktreten, die doppelte Anzahlungssumme an den Käufer zu zahlen hat

Als Nächstes folgt der Kaufvertrag (escritura) beim Notar. Gerne beraten wir Sie auch bei der Ummeldung von Strom, Wasser oder Gas. Und dann, dann nehmen Sie die Schlüssel zu Ihrem neuen Heim und genießen das Leben in Spanien. 🙂

 

Sie haben Fragen zum Procedere? Wir sind für Sie da!

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